| Großartige
Militärfestungen dienten zur Verteidigung der Lehensländer,
um deren Werwaltung sich Gräfin Mathilde zwischen dem 11.
und dem 12. Jh. persönlich kümmerte. Die Errichtung
der meisten Burgen geht aber auf die Attonen-Dynastie zurück,
aus der Mathilde selber stammte: bei dieser Zeit wurden tatsächlich
die nördlichen Grenzen des sich zwischen Rhein und Taro
erstreckenden Herrschatfsgebietes befestigt. Diese Verteidigungsanlagen
waren zugleich eine Sicherheitsgarantie und ein erkennbares
Symbol für Macht und Autorität. Es ist zu behaupten,
daß die mathildischen Burgen als Ausdehnungen von vorher
bestehenden Anlagen aufgebaut wurden. Die Befestigungslinien
folgten in west-öst Richtung auf verschiedenen Höhen
aufeinander, wie es bei dem reggianischen Apennin besonders
deutlich ist. Canossa, zum Beispiel, befindet sich auf einer
mittleren Linie, während Bianello, direkt auf die Ebene
blickend, eignet sich lieber für die ersten Angriffe aus
dem Norden. Die mathildischen Burgen wurden häufig zum
Vernichtungsobjekt der unduldsamen Freistädte und dann
zum Streitobjekt verschiedener Stadtherrschaften. Troztdem ist
das ganze Netz sowohl ein immer noch gut erkennbares Zeichen
des Territoriums als auch eine touristisch-kulturelle Ressource
von erheblicher Bedeutung. |

Für Infos über die reggianischen
Burgen:
Coordinamento
Circuito Castelli Matildici
& Corti Reggiane
bei der Burg
von Montecchio
tel. +39 0522.860789
fax +39 0522.863066
e-mail:
biblioteca@comune.
montecchio-emilia.re.it |