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Da
sinistra:
Die Monte Fuso-Oase,
bei Neviano degli Arduini;
Die LIPU-Oase von Bianello, bei Quattro Castella. |
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L.I.P.U.-
Naturschutzsgebiet Bianello
Die Naturinsel von Bianello wurde 1982 auf Veranlassung der
Provinz Reggio Emilia eingerichtet und erstreckt sich heute
über ein einziges Quadratkilometer an den Fußen der
höchst bekannten Vier Hügel von Quattro Castella,
mit Aussicht auf die ehemaligen Burgen. Wenn auch in solchem
Miniformat sind die verschiedensten Umwelte und ihre anthropisierten
Subvarianten vorhanden: Wald, Busch, Wiese, Acker und Weiher.
Vielfaltig ist ebenfalls die Pflanzenwelt, einschließlich
zwölf seltsamen Orchideenarten, die gesetzmäßig
beschützt werden. Ahorne und Sommereichen herrschen über
Hainbuchen, Mannaeschen, Speierlinge, Wildkirschen-, Kastanien-
und Walnußbäume vor. Von besonderem Interesse sind
dann einige Vogelfamilien, die zum Forschungsgegenstand der
L.I.P.U.-Abteilung Reggio Emilia (Vogelschutzverein) und der
Universität Parma geworden sind: Schleier- und Sumpfohreulen,
Rauhfußkäuze, Mäusebussarde, Buntfalken, Schwarzmilane,
Kurzfangsperber, Graureiher, Stockenten und Teichhühner.
Bemerkt wurde sogar der seltene Feldsperling.
Orientiertes Naturreservat Campotrera
Aufgrund der Besonderheiten seiner Pflanzenwelt wurde das sich
bei Canossa befindliche Reservat Campotrera als regionales Naturschutzgebiet
anerkannt. Der Erdboden besteht dort aus einem rötlichen
Lavagestein (geol.: Ophiolitis), das den Namen der naheliegenden
Burg von Rossena angeregt und eine hohe Konzentration von seltenen
Pflanzenarten bisher gezeigt hat. Ein regelrechter und schutzwürdiger
botanischer Garten. Dank der relativ langen Zurückhaltung
der Sonnenwärme im Gestein können sich diese Spezien
trozt den ungewöhnlichen Breiten akklimatisieren. Ein Beispiel
dafür, wenn auch nicht eingeboren, ist der merkwürdige
Feigenkaktus (Opuentia). Campotrera ist auch aus geologischen
Gründen interessant: seine senkrechten Felswände bewahren
heute noch die ursprüngliche Polsterstruktur, die sich
unterwasser aus Magmaausbrüchen gebildet hatte. Nicht weit,
bei Vedriano, ragt Pietra Nera, eine zweite Ophiolitfels vulkanischen
Ursprungs. Daß die Flußwässer hier wenig verschmutzt
sind, erkennt man vor allem aus dem Vorhandensein von Schwarzgrundel
und Flußkrebs.
Naturschutzgebiet Monte Fuso
Das Naturschutzgebiet Monte Fuso befindet sich bei Scurano,
in der parmesanischen Gemeinde von Neviano degli Arduini, aber
umfaßt auch Tizzano und Palanzano, d.h. insgesamt über
2000 Hektare. Beeindruckend ist schon die umgezäunte Fläche
bei Monte Lavacchio, wo man Hirschen, Damhirschen, Rehen und
Mufflonen nahe kommen kann. Die Gegend ist außerdem mit
Parkplatz, Spiel- und Picknickgarten ausgerüstet, während
für Wanderungen, Besichtigungen und Schulausflüge
ein zuständiges Tourist-Point an die Nummer 0521_840151
zur Verfügung steht. Geht man das Huftierenzaun 2,5 Km
entlang, sind einige ausgerüstete Anlagen für die
Beobachtung von Flora, Fauna und Landschaft zu finden.
Naturpark Frignano
Naturpark Frignano, der auch als Parco dell'Alto Appennino Modenese
bekannt ist, erstreckt sich in seinen westlichen Teil bis zu
den Landbezirken von Frassinoro. Einem relativ alten geologischen
Bestand sind überwiegend Sandstein- aber auch Mergel- und
Lehmaufschlüsse zuzuschreiben, während sich die Pflanzenwelt
durch das Abwechseln von Niederstämmen (Heiden und Heidelbeeren),
Wiesen und Feuchgebieten auszeichnet. Deutlich erkennbar sind
hier Vereisungsreste und Moränengürtel, aus den im
Laufe der Zeit verschiedene Seen und Torfgruben von biologisch-landschaftlichem
Interesse entstanden sind.
Kurz darunter, wenn auch nicht immer eingeboren, sind Buchen-
und Tannenwälder zu sehen. Auf noch niedrigeren Höhen
trifft man auf Kastanien- und Eichenwälder. Was das Tierbestand
angeht, sind die Rückkehr verschiedener Wölfe, die
gute Akklimatiesierung der eingeführten Marmotten und der
unverwechselbare Flug der Steinadler überhaupt bemerkenswert.
Im Vorort Piandelagotti, das auch für Ski und Wanderungen
gut ausgerüstet ist, kann man das Auto parken und den Park
mühelos erreichen.
Naturschutzgebiet Torrazzuolo
Das Naturschutzgebiet Torrazzuolo wurde 1995 auf Veranlassung
der Gemeinde Nonantola am Zusammenfluß von Canal Torbido
und Fossa Bosca eingerichtet. Über ungefähr 70 Hektaren
wechseln sich Feuchtzonen mit Aufforstungen und Wiesenflächen
ab. Das 20 Hektaren breite Feuchtgebiet ist mit zwei Ansitzhütten
für Birdwatching und Didaktik ausgerüstet, während
das übrige Waldgebiet aus wiedergepflanzten Baumarten anstelle
des ehemaligen "Bosco della Partecipanza" entstanden
ist. Sommereichen, Ahörne, Eschen, Pappel und die anderen
Bäume, die seit 1985 diese Gegend bewohnen, decken die
bisher breiteste Waldfläche der ganzen Ebene bei Modena.
Man kann dort zahlreiche Vogelarten beobachten: Blauflügel-,
Krick-, Stock- und Tafelenten, Rot-, Grau-, Seiden- und Nachtreiher,
Kampf- und Spitzschwanzstrandläufer, Ohrentaucher, Rohrdommel,
Eisvogel und andere noch. |
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