Parmigiano-Reggiano
Von links:
ein Blick auf die Herstellung von echtem Parmesan-Käse “Parmigiano Reggiano";
Ausstellung der
ausgereiften Formen.
Von einem "geriebenen parmesanischen Käse" wird sogar in Boccaccios Dekameron erwähnt, was uns mit Sicherheit beweist, daß "der König" schon zu jener Zeit ziemlich bekannt war. Doch die Geschichte greift viel weiter zurück. Heute wie damals ist Parmigiano Reggiano ein handwerkliches und eben deshalb hochwertiges Erzeugnis, das leider nur seit 1996 mit beschützter Ursprungsbezeichnung (DOP) zertifiziert wird. Für 1 Kg Käse braucht man etwa 16 l Rohmilch und auf jeder Form sind vollständiges Herstellungsdatum, Seriennummer und Erzeugermatrikel eingepreßt. Keine Gärungshemmstoffe, keine Farb- oder Konservierungsmittel. Seine außerordentliche Haltbarkeit ist nur den hochwertigen Rohwaren, einem extrem sorgfältigen Herstellungsverfahren und einer ebenso gepflegten Reifung (12 bis 36 Monate) zu verdanken. Erst nach langer Lagerzeit und entsprechender Prüfung wird die Käseform mit dem Stempel des Konsortiums eingebrannt und auf den Markt gebracht. Die gesetzlich festgelegte Erstellungszone umfaßt die Provinzen Parma, Reggio Emilia, Modena und einige Landstriche zwischen Mantova und Bologna. Eine entscheidende Rolle in der Entstehung dieses Spitzenproduktes hat das Enza-Tal gespielt, über den Anhöhen zwischen Parma und Reggio Emilia. Die Gemeinde von Bibbiano rühmt sich seiner traditionellen Bezeichnung als "Wiege des Grana", wobei doch zu beachten ist, daß es nur auf die für den Hartkäse typische Struktur und nicht auf irgendwelche andere Handelsmarken hinweist.
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